Sie haben die DDR nie selbst erlebt und spüren doch, wie sehr ostdeutsche Wurzeln sie prägen. Wie beeinflusst die Herkunft das Leben einer Generation, die die deutsche Teilung und Wiedervereinigung nur aus Erzählungen kennt, deren gesellschaftliche Folgen aber bis heute im Alltag erfährt? Die Reportage „Being ostdeutsch“ begleitet zwei junge Frauen auf ihrer ganz persönlichen Suche nach Identität und Heimat.

Siska (27) wächst in einem kleinen Dorf im sächsischen Westerzgebirge auf. Erst als sie für ihr Studium ins baden-württembergische Freiburg zieht, wird ihr im Vergleich zu ihren Kommilitoninnen bewusst: „Ja, ich bin ostdeutsch.“ Heute engagiert sie sich bei der Initiative „Wir sind der Osten“, um Brücken zu bauen und Vorurteile abzubauen.

Hang (33) ist in Dresden aufgewachsen und arbeitet dort als Fremdsprachenlehrerin. Als Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter fühlte sie sich lange zwischen den Welten und fragte sich, wo sie hingehört: Ist sie Deutsche, Vietnamesin oder Viet-Deutsche?


37 Grad – Being Ostdeutsch

30 Min, ZDF

Regie: Angela Giese
Kamera: Moritz Bauer
Produzent: Daniel Hartung
Redaktion: Katrin Müller-Walde

www ZDF, Being Ostdeutschhttps://www.zdf.de/video/reportagen/37-grad-leben-102/being-ostdeutsch-102